Mein kleines Erziehungskonzept

  • Großteils demokratisch
  • Kinder sind eigene, kleine, einzigartige, gleichwertige und vor allem liebenswerte Persönlichkeiten.
  • Kinder sollen dort abgeholt werden wo sie stehen, ich greife ihre Interessen auf und fühle mich in sie und ihre Welt hinein.
  • Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung. Wir gehen gerne und viel in die Natur, erkunden unsere Umwelt und sind aktiv. Hier kann ein Kleinkind perfekt seine Umwelt kennen lernen und gleichzeitig seinem Drang nach Bewegung nachgehen.
  • Zusammen kochen, backen und essen. So lernt ein Kind gesundes Essen und hat Spaß dabei. Auch im Garten darf mit geerntet und gepflanzt werden.
  • Malen, Basteln, Kneten - so trainiert man die Feinmotorik ganz nebenbei.
  • Rituale wie Tischsprüche und Gute-Nacht-Geschichten geben Kindern Halt und Sicherheit.
  • Fingerspiele und gemeinsames Singen machen Freude

Ein überarbeiteter Auszug aus meiner Hausarbeit für das Bundeszertifikat zur Kindertagespflege

Nirgends fühlt sich ein Baby oder Kleinkind wohler als bei Mama oder Papa auf dem Arm. Hier ist es geborgen und behütet. Es gibt allerdings viele verschiedene Gründe, weshalb Eltern oder alleinerziehende Elternteile eine Tagesmutter in Anspruch nehmen möchten, oder vielleicht sogar müssen. Gerade Babys und Kleinkinder genießen es, dass bei der Tagesmutter ein familiäres Umfeld gegeben ist, dies gibt ihnen Sicherheit. Die Kinder können durch die kleine Betreuungsgruppe individuell gefördert und gepflegt werden. 

Natürlich erziehe ich privat wie auch als Tagesmutter Großteils demokratisch und sehe Kinder als eigene, kleine, einzigartige, gleichwertige und vor allem liebenswerte Persönlichkeiten an und gewaltfreie Erziehung ist eine Selbstverständlichkeit.

Ich versuche die Kinder dort abzuholen wo sie stehen, ihre Interessen aufzugreifen und mich in sie hinein zu fühlen. Meine eigene Art zu Erziehen hinterfrage ich immer wieder und will den Kindern als gutes Beispiel dienen. 

Aber was möchte ich meinen Kindern mit auf den Weg geben? Wo sind meine persönlichen Ziele in der Erziehung? Wo möchte ich ganz klar Grenzen setzten?

Ich möchte, dass meine und die mir anvertrauten Kinder herzliche und offene Menschen werden, dass sie anderen Denkweisen und Kulturen gegenüber ohne Vorurteile entgegen treten könne. Sie sollen andere Einstellungen akzeptieren können, sich aber auch trauen, ihre eigene Meinung zu sagen, ohne dabei den anderen unbedingt davon überzeugen zu müssen.Vertrauen ins Leben an sich sollen sie entwickeln und an ihre eigenen Fähigkeiten glauben. Keine Angst vor den Anforderungen und Problemen ihrer Zeit haben, sondern aktiv werden und sich Problemen stellen können. Sie sollen sich selbst erkennen und verwirklichen. Liebe leben und ihr Leben genießen. Ich möchte ebenso, dass sie hilfsbereit und gerecht sind und sich für Schwächere einsetzen. Das sie alte Menschen schätzen und sie mit Respekt behandeln, dass sie höflich sind und „Bitte“ und „Danke“ sagen.

Sie sollen verlässlich, ehrlich und pünktlich sein. Es ist mir wichtig, dass sie gesund leben, Sport treiben und gesundes von ungesundem Essen unterscheiden können. Sie sollen selbst frisch und saisonal Kochen und Backen lernen. Außerdem sollen sie mit der Natur und den Tieren verbunden sein, sie sollen Blumen, Bäume und Tiernamen kennen, Pflanzen und Beeren die man essen kann, vielleicht auch mit im Beet etwas anbauen, das ihnen schmeckt.

Die Umwelt sollen sie kennen und sie schützen. Sie sollen nicht so materialistisch denken, sondern sich auch noch an einfachen Dingen freuen können. Ich möchte, dass sie Konflikte als Lösungsfindung erleben und nicht als etwas Schlechtes, dass sie offen ihre Gefühle ausleben und zeigen können und dass sie starke Persönlichkeiten werden. Sie sollen natürlich auch einfach nur Kinder sein können, fantasievolle Geschichten erzählen und erleben, mit den nackten Füßen im Bach auf Froschfang gehen und im Regen Pfützen treten können. Ich will ihr Verhalten nicht so oft werten und ihnen offen meine Gefühle zeigen, damit auch sie sich mir öffnen können und mir so ihr Vertrauen schenken.

Mein Ziel ist es somit ebenso Höhlen im Kleiderschrank mit ihnen zu bauen, Spinnen zu beobachten, etwas über die Dinosaurier zu lernen (eigentlich vollkommen uninteressant für mich, bevor mein Sohn dafür eine Leidenschaft entwickelte).

Ich will da sein, wenn meine Kinder Hilfe brauchen, wenn sie Fragen haben und wenn sie eine Schulter zum Anlehnen oder einen Schoß zum Trösten brauchen. Mit Freuden tauche ich ab und an die Welt der Kinder mit ein und entdecke so viel, was man mit erwachsenen Augen leider oft nicht mehr sehen kann.

Ebenso will ich mein Erziehungsverhalten und meine Ziele dem Kindesalter anpassen. Was und wo ein Kind schon gut mitbestimmen und aus wie vielen Möglichkeiten es wählen kann ist immer altersabhängig und individuell unterschiedlich. Ebenso sieht es mit dem Schlussfolgern aus, welches Verhalten zu welchen Konsequenzen führen könnte.

Grenzen sind in meiner Erziehung ganz klar dort wo andere oder das Kind selbst verletzt wird. Sei es körperlich oder seelisch. Ein Kind, das ohne zu schauen auf die Straße rennen will, muss man sofort fest halten. Und wenn Kinder anfangen sich im Streit körperlich anzugreifen oder sich zu beleidigen, muss man dazwischen gehen. Wenn die Gefahr abgewehrt ist, muss man natürlich erklären und über das Verhalten sprechen.


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